Teamspirit remote? Unser Team Happiness stellt sich vor

Wir haben schon öfters über sie geschrieben, aber sie bisher noch nicht richtig vorgestellt: Unser Team Happiness. ? Das Team besteht aus zwei unserer Mitarbeiterinnen – Gloria und Sandra – und hat eine ganz besondere Aufgabe im SOLIDMIND remote Alltag: Unseren SOLIDMIND Teamspirit auch virtuell aufrechtzuerhalten. Wie sie diese Aufgabe meistern, verraten unsere beiden Mädels in diesem Interview:

Gloria und Sandra, seit wann seid ihr Teil des SOLIDMIND Teams und wann habt ihr das Team Happiness gegründet?  

Gloria: Wir sind beide schon ziemlich von Anfang an dabei. Als Lars‘ Partnerin bin ich quasi mit in SOLIDMIND reingewachsen. Sandra, ebenfalls eine langjährige Freundin von Lars, kam Ende des Jahres 2016 als seine Assistentin dazu. Das Team Happiness gibt es in seiner jetzigen Form seit dem Sommer 2017.

Sandra:  Wir haben das Team Happiness zu zweit gegründet, um eine objektive Sicht gewährleisten zu können, in welche mehrere Blickwinkel einfließen. Und damit wir beide einen Sparringspartner haben, mit dem wir uns austauschen können. ?

Was ist eure konkrete Rolle und Aufgabe? 

Gloria: Neben dem Fördern des Teamspirits haben wir es von Anfang an als unsere Aufgabe betrachtet neben dem ‘Hustle’ der weibliche Gegenpol zu sein und für Achtsamkeit und ein gutes zwischenmenschliches Miteinander zu sorgen. 

Sandra: Ja, Selbstfürsorge ist gerade im Remote Alltag ein großes und wichtiges Thema. Und dafür müssen auch Remote Arbeitende oft erstmals sensibilisiert werden. Genauso sind wir Ansprechpartner bei beruflichen oder privaten Problemen und haben stets die Gesamtstimmung des Teams im Blick. Kurzum: Wir agieren an der Oberfläche bei unterschiedlichen Themen, aber letzten Endes geht es immer darum den Teamspirit und zwischenmenschlichen Austausch im Remote Alltag aktiv zu fördern und alle beisammen zu halten.

Warum habt ihr euch für die Gründung des Team Happiness entschieden? 

Gloria: Das hatte mehrere Gründe. Entstanden ist das Team nach unserer ersten Workation, bei der wir noch zu fünft waren und ein kleiner Haufen Freunde, der sich schon seit Jahren kannte. Dort merkten wir, dass wir Verstärkung brauchen würden, um all die Visionen zu verwirklichen, die wir uns ausgemalt hatten. Die große Frage war “Wie integrieren wir jemanden Wildfremden remote in unser Team, dass er sich gut aufgehoben und als Teil eines Ganzen fühlt?”.
Ein anderer Grund war, dass unser Gründer Lars in seinem vorherigen Unternehmen bereits mit den Schattenseiten von Remote Work Erfahrung gemacht hatte. So sind ihm Programmierer über die Ferne unbemerkt nach und nach ausgebrannt. Zum einen, weil es ihnen wohl schwer gefallen ist ihre eigenen Grenzen zu erkennen und zu setzen, zum anderen, weil es keine Instanz gab, um überhaupt ein Augenmerk darauf zu legen. 

Sandra: Ganz genau. Im Büro ist die Plattform für ein zwischenmenschliches Kennenlernen automatisch vorhanden und findet somit von selbst statt. Man verbringt schließlich den ganzen Tag zusammen und arbeitet nebeneinander, hat gemeinsame Pausen und Mahlzeiten und es entstehen zufällige Small Talks in der Teeküche oder gemeinsamen Meetings. Genau an diesem persönlichen Austausch mangelt es oft bei der digitalen Kommunikation. Und damit gehen die Nuancen und die Wärme menschlicher Interaktion leider oft verloren. Es fehlt schlicht die virtuelle Teeküche. ? Deshalb sollte im Remote Alltag bewusst ein Augenmerk darauf gelegt werden.

Was würde eurer Meinung nach denn fehlen, wenn des das Team Happiness nicht gäbe?

Sandra: Je nachdem, wie oft bzw. wie selten wir unsere Kollegen im virtuellen Team persönlich treffen, hätten wir vermutlich eine viel größere emotionale Distanz zu ihnen. Und das könnte zu Isolation, Missverständnissen und fehlender Wertschätzung führen.  Denn es geht remote Mitarbeitern in erster Linie nicht um das reine Abrufen von Informationen oder die Darstellung von erledigten Tasks. Es geht vielmehr um das Gefühl, gehört, verstanden und wertgeschätzt zu werden. Als Folge dessen besteht unser Kalender oft aus vielen Calls mit den Kollegen. ?

Gloria: Und dadurch, dass bei SOLIDMIND schon immer die Jungs mehr in der Überzahl sind, könnte es Gefahr laufen, dass es in einen Modus à la “Hustle all day and night” übergeht. Gerade wenn neue Leute mit einer großen Portion Motivation ins Team reinkommen, was in erster Linie natürlich super ist, kann es gefährlich werden, wenn sich Jemand von Anfang an völlig übernimmt oder plötzlich mit einem Gefühl großer Einsamkeit konfrontiert ist, weil er realisiert, dass er trotz Zusammenarbeit allein in seinem Zimmer sitzt. Beides wollen wir bei SOLIDMIND vermeiden. Wir wollen, dass man sich als Teil von etwas Größerem fühlt und haben uns entschieden, genau das zu pflegen. Mit dem Team Happiness haben wir somit etwas ins Leben gerufen, das weit über die Verkaufszahlen hinausgeht.

Wie tauscht ihr zwei euch untereinander aus?

Sandra: Wir sind beide auf über verschiedene Kanäle viel im Austausch mit jedem einzelnen Teammitglied und genau so fließen auch die verschiedenen Blickwinkel zusammen. Einmal die Woche haben wir einen Team Happiness-Call, wo wir nur diesem Thema Raum gewähren. Von Fall zu Fall ziehen wir noch die Geschäftsleitung zu den Calls heran. Einmal im Jahr “zoomen” wir uns komplett aus dem Arbeitsalltag heraus und treffen uns physisch zu einem kompletten Team Happiness-Tag. Dieser Tag ist wichtig, um einmal innezuhalten und von Außen auf alles zu blicken. Hier erarbeiten wir auch die Roadmap für die kommenden Monate und lassen neue Projekte entstehen. Gerne auch mal mit einem Gläschen Prosecco ?

Wie genau geht ihr dabei vor den zwischenmenschlichen Austausch im Remote Team zu fördern?

Sandra: Wir nehmen zwischenmenschliche Situationen aus physischen Büros als Beispiel und versuchen diese auch virtuell zu simulieren oder integrieren. Wir versuchen bei allen möglichen Strukturen, die wir im Alltag haben, eine zwischenmenschliche Komponente einfließen zu lassen. In unserem wöchentlichen Team Call ist ein Stimmungsbarometer integriert, in welchem jedes Teammitglied auf einer Skala von 1-10 seine aktuelle Stimmung mitteilt. In unseren virtuellen Group Cycles, wo wir uns täglich zum gemeinsamen Arbeiten treffen, sind regelmäßige Pausen für alle dabei, in welchem man auch einmal über persönliche Themen sprechen kann. In Slack haben wir Channels zum privaten Austausch, Calls beginnen wir oft mit einem kurzen Small Talk. Bei unseren Workations teilen wir im Vorfeld 2er Teams ein, die sich um bestimmte organisatorische Themen während der Zeit kümmern dürfen und sich durch diese gemeinsame Vorbereitung besser kennenlernen. Das Thema zieht sich inzwischen also wie ein roter Faden durch alle vorhandenen Strukturen.

Gloria: Zusätzlich haben wir drei physische Treffen im Jahr. Zwei Workations (Ein Mix aus Work und Vacation), in welchen wir uns für 7-10 Tage treffen und gemeinsam Zeit verbringen. Diese nutzen wir um Themen anzugehen, die virtuell schwierig zu bearbeiten sind. Etwa Brainstormings zu weiteren strategischen Vorgehen. Außerdem schreiben wir dort immer ein Stück unserer Firmenkultur weiter 🙂
Weiterhin unser Sommerfest, bei dem wir uns für einen Tag plus Übernachtung zusammenfinden und die Arbeit Arbeit sein lassen. Hier geht es wirklich darum sich außerhalb des Arbeitsalltags zu begegnen und füreinander Zeit zu nehmen. Denn inzwischen sind wir nicht nur Arbeitskollegen, sondern auch Freunde und das wird durch solche Treffen nochmals bewusst gestärkt.

Sandra: Und, was bisher noch nicht zu oft vorgekommen ist, aber sich immer mehr abzeichnet, ist die Möglichkeit, sich gegenseitig zu besuchen, gemeinsam zu reisen, ein Haus zu mieten und eine Weile Zeit unter Kollegen zu verbringen. Je nach dem wie frei jeder individuell in seinem Alltag ist, ist Remote Work eine schöne Möglichkeit, dass sich ein paar Kollegen zusammentun und für kurze Zeit gemeinsam an einem Ort arbeiten. Das ist für das gegenseitige Kennenlernen natürlich nochmal ein ganz anderer Hebel.

Wie würdet ihr den SOLIDMIND Teamspirit denn beschreiben und wie vermittelt ihr ihn bei neuen Mitarbeitern?

Gloria: Sehr familiär. Was viele bei uns schätzen, ist, dass jeder so angenommen wird, wie er ist und das ist mit der Grund, warum es sich so freundschaftlich anfühlt, wie es ist.

Sandra: Wir sind auf der ganzen Welt verteilt und doch verbunden. Und genau so gestaltet es sich auch im Arbeitsalltag. Du bist eigenverantwortlich für deine Aufgaben tätig und kannst dich, wenn gewünscht, richtig “austoben” und verwirklichen. Aber es steht als Rückendeckung ein ganzes Team hinter dir, welches dich unterstützt, stärkt, fördert. Dieser Mix aus Individualität und einer Team-Einheit ist das Besondere. Wenn man auf uns trifft, stellt man fest wie einzigartig jeder Mensch ist, aber alle haben doch irgendwie einen gemeinsamen Kern. Wir sind alle so menschlich und eine richtige Familie. Und diese herzliche Aufnahme bekommen neue Mitarbeiter von wirklich jedem Kollegen zu spüren.

Wie wir sie integrieren? Indem wir sie aktiv in den ersten Wochen virtuell begleiten und ihnen helfen, ihren persönlichen Platz, ihren individuellen Remote Alltag und ihre Rolle innerhalb des Teams zu finden.

Gloria: Dazu geben wir “den Neuen” die Möglichkeit, mit jeder Abteilung und somit jedem einzelnen Teammitglied in Kontakt zu treten und sich kennen zu lernen.
Der erste Tag einer Workation dient auch immer dazu, alle “abzuholen” und auf denselben Stand zu bringen. Bis es zur Workation kommt, versuchen wir in Calls die Gedanken, Visionen und Philosophie, sowie die Persönlichkeit eines jeden Kollegen ausführlich zu vermitteln, damit alle ein Bild vom Großen Ganzen bekommen.

Was sind eure wichtigsten Tools und Methoden um den Teamspirit aufrechtzuerhalten?  

Beide: Unsere weibliche Intuition ?

Gloria: Und unsere physischen Treffen, welche nach wie vor der wohl größte Hebel in Sachen Verbundenheitsgefühl sind. Im Teamalltag: regelmäßige Videocalls, um den Mitarbeitern wenigstens virtuell ins Gesicht sehen zu können. 

Sandra: Absolut richtig! Wir haben die Kraft von Video-Calls sehr zu schätzen gelernt, denn ohne sie wirkt der Arbeitsalltag schon recht isoliert. Und in Kombination zu Videocalls kommt noch unser Chatraum Slack. Gedanken und Emotionen mit Emojis und Giphys zu untermalen, gibt der schriftlichen Kommunikation noch den entsprechenden Vibe, den man vermitteln möchte. Und das ist es eine schöne Methode unserem Teamspirit auch bei asynchroner Kommunikation ein Gesicht zu verleihen. Slack ist oft der “Büroraum”, den neue Mitarbeiter zuerst betreten. Und je interaktiver dieser genutzt wird, desto sichtbarer ist der Teamspirit, desto willkommener fühlen sich neue Kollegen und desto verbundener fühlt man sich trotz der physischen Distanz.

Wann stoßt ihr im Remote Alltag mit zwischenmenschlichen Themen an Grenzen? 

Beide: Ganz klar, wenn man jemanden trösten oder empowern möchte. Tausend Worte haben manchmal einfach nicht den Effekt, wie ihn eine feste herzliche Umarmung hätte. 

SOLIDMIND hat im letzten halben Jahr einen enormen Mitarbeiterzuwachs erfahren und die Anzahl wird in den kommenden Monaten noch weiter ansteigen. Wie geht ihr in Zukunft damit um so viele Leute aus der Ferne beisammen zu halten? 

Gloria: Es ist ja mittlerweile Teil des Onboardingprozesses, dass wir neue Mitarbeiter beim Zurechtfinden im Remote Alltag begleiten. Mit wachsender Anzahl wird es natürlich eine Herausforderung jeden weiterhin so individuell und persönlich zu unterstützen. Aber genau deshalb sind wir zu zweit ?. Bisher sind wir immer mit dem wachsenden Team mitgewachsen und schauen von Phase zu Phase was gebraucht wird und in kurzer Zeit umsetzbar ist. Momentan fahren wir mit den genannten Sachen recht gut, aber im Hinblick auf das geplante Wachstum, haben wir auch schon einige weitere Ideen in der Pipeline. Zum Beispiel virtuelle Treffen außerhalb des Arbeitsalltags, (eine gemeinsame virtuelle Happy Hour ??). Weiterhin gibt es auch für Slack ein paar Bots, die man integrieren kann, damit können zum Beispiel Mitarbeiter beliebig zusammengewürfelt, werden um die Kommunikation zwischen diesen gezielt zu fördern.

Sandra: Und, was wir inzwischen schon auch feststellen: Der Teamspirit hat sich wie eine Welle bei jedem Mitarbeiter ausgebreitet und wird so auch von allen mitgetragen und gelebt. Jedem im Team ist das Thema wichtig, weshalb inzwischen auch viele Ideen und Impulse vom Team kommen. Wir sind “lediglich” die Instanz, die es verkörpert und die Dinge umsetzt. Und genau deshalb, weil es allen wichtig ist die Leute und diesen familiären Spirit beisammen zu halten, sorgt auch jeder mittlerweile automatisch dafür neue Kollegen bestmöglich einzugliedern.

Gloria: Das kann ich nur bestätigen. Zum Beispiel ist das gerade bei unserem diesjährigen Sommerfest sichtbar geworden, wo in etwa die gleiche Anzahl an bestehenden Mitarbeitern auf neue Mitarbeiter getroffen ist. Und die bestehenden Mitarbeitern haben die neuen direkt so aufgenommen, dass wir schon nach wenigen Stunden zu einem einheitlichen Team verschmolzen sind. Von außen hätte man sicher nicht mehr “die Neuen” von den “alten Hasen” unterscheiden können. Zu zweit hätten wir das sicher nicht so schnell geschafft ?

Welche Botschaft möchtet ihr einem Remote Neuling aus Sicht des Team Happiness mitgeben? 

Gloria: Remote Work hat viel mit Eigeninitiative und Selbstdisziplin zu tun. Es liegt an dir, dass du deinen Laptop irgendwann mal zuklappst und Feierabend machst. Es liegt an dir, dass du Nein sagst und eine Grenze setzt, wenn du zu sehr in Arbeit versinkst. Es liegt an dir, auch einmal aus dem Haus und unter Menschen zu gehen, dass du nicht nur in dem virtuellen Kosmos unterwegs bist. Es liegt an dir, Wertschätzung auch mal “einzufordern”, indem du dich und deine Erfolge sichtbar machst. Sprich: Es liegt größtenteils in deiner Hand, wie du dich zeigst und was dann zurückkommt.

Sandra: Dem kann ich nichts mehr hinzufügen ?Doch eines noch: Lass dich auf das Abenteuer ein und freu dich darauf ?

Vielen Dank für das Interview ihr Beiden! ?

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