Business Development remote? Unser Tobi stellt sich vor ?

Tobi hat mit seinen Aufgabenbereichen (Produkt- und Geschäftsentwicklung) eine ganz spezielle Herausforderung im remote Alltag. Doch auch in diesem Bereich ist remote mehr möglich, als man im ersten Moment vielleicht denken mag:

Tobi, seit wann bist du bei uns und warum hast du dich für einen remote Job entschieden? 

Ich bin seit Mai 2018 bei SOLIDMIND angestellt. Ich hatte mich damals weniger bewusst für eine remote-Stelle entschieden, sondern die Stelle gewählt, weil mir die Aufgabengebiete, Produkte und die Tätigkeit an sich gut gefallen haben. Gleichzeitig muss gesagt werden, dass ich die Stelle in dieser Form nicht hätte antreten können, wenn sie nicht remote gewesen wäre.  

Wozu nutzt du die gewonnene Orts- und Zeitflexibilität für dich persönlich?  

Ich bin aktuell der einzige Angestellte bei uns, der ein Kleinkind zuhause hat. Für mich bedeutet remote arbeiten deshalb weniger auf Weltreise mit Laptop auf dem Schoß zu gehen (so wie es bestimmt viele im Kopf haben), sondern zeitlich und vor allem bei der Wahl des Wohnortes maximale Flexibilität zu haben. Die fünf Jahre vor meiner Stelle bei SOLIDMIND habe ich in München bei einer Beratungsfirma gearbeitet im Bereich Shopper Marketing. Es war eine tolle und spannende Zeit, jedoch war ich nach der Geburt unserer Tochter sicher, nicht ewig in München wohnen zu wollen. So toll die Stadt auch ist, so teuer ist Wohnraum für Familien und ich habe mir immer einen Garten gewünscht für meine Kids. Der Gedanke daran, jeden Morgen zusammen mit tausenden anderen aus einem Vorort in die Stadt zu pendeln hat mich aber enorm abgeschreckt. Bei SOLIDMIND ist das kein Problem. Mit Beginn der Stelle sind wir raus aus der Stadt in einen netten Ort gezogen, von wo aus man innerhalb von 30 Minuten in München ist, jedoch entspannt, naturnah und bezahlbar schön wohnen und arbeiten kann. 

Ich arbeite generell dort, wo ich möchte. Ob im Home Office oder am Brückentag vom italienischen Camping-Platz aus. Durch die zeitliche Flexibilität kann meine Frau zwei Tage die Woche acht Stunden arbeiten, ich arbeite an diesen Tagen entsprechend etwas weniger und teile mir meine Zeit die Woche über ein. 

Was sind deine Aufgaben bei uns?  

Ich bin als Head of Business Development federführend für das Marketing, den Vertrieb und die Produktentwicklung unserer Marken im Bereich Nahrungsergänzungsmittel zuständig. 

Wie funktioniert die Produktentwicklung bei einer Firma, die remote Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt bringt? 

Ideen für neue Produkte kommen intern aus dem Team, von externen Partnern wie unserem Bio-Chemiker Martin, aus Kundenfeedbacks oder auf Basis von Wettbewerbsbeobachtungen und Messen. Das Thema “Produkttesting remote” ist ein wenig anders strukturiert, als in einer klassischen Büro-Umgebung.  

Bei mir wandern wöchentlich Samples von Rohstoffen, Produkten und Verpackungen ins Haus, die es zu evaluieren gilt. ?Dabei kann – im Gegensatz zum klassischen Büro – nicht mal eben jeder im Team testen und seine Meinung abgeben. Entsprechend sammle ich Samples und Ideen und teste diese regelmäßig mit professionellen Marktforschungsmethoden, wie Gruppendiskussionen oder Fragebögen. Das ist natürlich aufwändig, jedoch hat es den Vorteil, dass die Gefahr der Betriebsblindheit bei der Produktentwicklung eliminiert wird und echtes Kundenfeedback einfließt. 

Wie startest du morgens in den Arbeitstag? 

Das variiert stark je nach Wochentag. Zu Beginn der Woche bringe ich zunächst meine Tochter in den Kindergarten. Wenn ich wieder daheim bin, lass ich mir einen leckeren Kaffee aus meiner Siebträgermaschine (klarer Vorteil im Home Office?) und trinke diesen vorm Laptop, während ich unsere Kommunikations- und Organisationstools starte und im Kopf den Tag für mich und mein Team plane. Und dann geht die Party richtig los ?

Was ist deine eigentliche Rolle innerhalb der SOLIDMIND Familie? ?  

Wenn SOLIDMIND ein Krimi wäre, dann wäre ich vermutlich der “Bad Cop”, sprich Pragmatiker. ?Ich spreche proaktiv mögliche Probleme und notwendige Entwicklungsschritte an und kümmere mich gleichzeitig darum, dass wir unsere PS auf die Straße bekommen. Zudem ist es mir enorm wichtig, Wissen auszutauschen und weiterzugeben.  

Was ist dein wichtigstes Equipment? 

Mein Smartphone, MacBook, Notizbuch & Stift und jede Menge Bücher, Blogposts und Podcasts zur Weiterbildung. 

Wie sieht denn dein perfekter Arbeitstag aus?  Und seien wir mal ehrlich: Wie läuft es in der Realität ab? ?  

Mein perfekter Arbeitstag ist zur Hälfte reaktiv und zur Hälfte proaktiv. Mit reaktiv meine ich Aufgaben wie E-Mails beantworten, Infos im Rahmen von Vertriebsinnendienst-Maßnahmen bereitstellen, Meetings, Projektplanungen in unseren Tools zu erstellen, Anrufe beantworten und eben alle weiteren organisatorischen Aufgaben. 

Proaktive Tätigkeiten sind für mich solche, die taktisch und strategisch nach vorne blickend ausgerichtet sind. Dazu gehört der Aufbau weiterer Vertriebskooperationen, die Produktentwicklung, Marken- und Produktpositionierung, Besuche von Messen und interessanten Veranstaltungen und vergleichbare Tätigkeiten. 

Leider kommt die proaktive Arbeit bei einem so stark wachsenden Unternehmen wie SOLIDMIND immer wieder etwas zu kurz. Operative Exzellenz ist für den Monatserfolg meist wichtiger als strategische Überlegungen. Wenn jedoch strategisch zu wenig geplant wird, dann passt die Ausrichtung nicht und die ganze Firma läuft im Kreis. Deshalb erkämpfe ich mir für Proaktives in letzter Zeit immer mehr Zeiträume, in denen die Arbeit dann umso mehr Spaß macht! 

Wann stößt du im Alltag mit remote an Grenzen? 

“Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten” trifft leider nicht immer zu. Mir macht meine Arbeit wahnsinnig viel Spaß und ich lerne jeden Tag dazu. Gleichzeitig ist die größte Herausforderung, am Abend Schluss zu machen. Mein Büro trage ich in Form von Smartphone jederzeit mit mir herum, da braucht es strikte Grenzen, gerade im Familienkontext, wo Feierabend eben nicht immer Entspannung bedeutet und man immer was zu tun hat. Ich habe etwa ein halbes Jahr benötigt, um für mich Strukturen zu schaffen, die entsprechend klar Arbeit und Freizeit abgrenzen. Das funktioniert inzwischen sehr gut, auch wenn ich mich nach einem verlängerten Wochenende oft schon wieder nach der Arbeit sehne.?  

Was fasziniert dich an dem remote Leben? 

Dass ich mit kurzer Hose auf der Terrasse sitzen kann und mit der Einkaufsleiterin eines wichtigen Handelspartners am Telefon wichtige Verhandlungen führen kann, ohne dass sich irgendwer daran stört. ?

Welche Botschaft möchtest du einem remote Neuling mitgeben? 

Remote Arbeit ist super, benötigt jedoch ein gutes Team, Disziplin und auch eine gewisse Gewöhnungszeit.  

Vielen Dank für das Interview Tobi! ?

 

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