Marketing remote? Unsere Karolina stellt sich vor ?

Karolina ist ganz neu an Bord der SOLIDMIND Crew und bringt bei uns ihre Fähigkeiten im Marketing zum Besten. Im Interview gibt sie Einblicke in ihre ersten Arbeitswochen – komplett remote und in Teilzeit aus der kanarischen Insel Fuerteventura:

Karolina, seit wann bist du bei uns und warum hast du dich für einen remote Job entschieden? 

Ich bin erst seit dem 1.5.2019 dabei, aber es fühlt sich irgendwie schon viel länger an. Für einen remote Job habe ich mich in gewisser Weise schon vor ein paar Jahren entschieden.  Der Grund dafür ist simpel: Während des Studiums hätte ich Zeit gehabt in den Semesterferien zu reisen, aber ich hatte nicht die finanziellen Möglichkeiten. Nach dem Studium habe ich Geld verdient, war aber örtlich immer gebunden und konnte nicht spontan mal verreisen oder meine Mama besuchen. Außerdem kommt mein Partner aus Fuerteventura und ist sehr heimatverbunden. Dort gibt es nur Jobs im Tourismus. Für mich war aber immer klar, dass ich einen anspruchsvollen Job möchte, der meinen Qualifikationen entspricht. Deswegen habe ich mich auf die Suche gemacht und von remote Job Möglichkeiten im Marketingbereich erfahren. 

Wozu nutzt du die gewonnene Orts- und Zeitflexibilität für dich persönlich?  

Tatsächlich nutze ich die Orts- und Zeitflexibilität um stets an dem Ort zu arbeiten, an dem ich mich in diesem Moment am wohlsten fühle.  Ab und an besuche ich meine Mama in Aachen, dann bin ich in Berlin bei meinen Freundinnen oder am Meer in Holland. Den größten Teil der Zeit bin ich allerdings auf Fuerteventura und genieße die Leichtigkeit des Lebens dort! 

Wir sind technisch sehr gut ausgestattet. Das ermöglicht mir, auch lange Zeit im Garten oder auf der Dachterrasse zu arbeiten. Ich bin ein Naturmensch und draußen an der frischen Luft zu arbeiten und die Wellen oder das Vögelgezwitscher zu hören motiviert mich sehr. 

Die zeitliche Flexibilität nutze ich insofern, als dass ich oft gegen 10.00/11.00 Uhr eine Pause einlege und einen langen Spaziergang mit meinen Hunden mache oder zwischendurch zum Yoga gehe. 

Was sind deine Aufgaben bei uns?  

Ehrlich? Das ist eine gute Frage! ?Wir sind ein Start – Up: lean, agil und flexibel in unseren Prozessen. Klar gibt es definierte Aufgaben, dazu gehören zum Beispiel die Betreuung von Werbe- & Kreativagenturen, das Verfassen und Versenden von Mailings & Campaigns, die Konzepterarbeitung und Umsetzung der Social Media Strategie und die Recherche nach neuen Produkten, um unser Sortiment dem SOLIDMIND-Standard entsprechend zu erweitern. Trotzdem gibt es jeden Tag neue Aufgaben, die verteilt werden, bzw. bei denen wir uns einbringen können und die wir in Zusammenarbeit mit anderen oder auch alleine übernehmen können! Das erfordert kontinuierliche Weiterbildung und Austausch, führt aber auch dazu, dass man immer flexibel in seinem Denken bleibt und sich nicht an einigen wenigen Arbeitsaufgaben festbeißt. 

Wie kommunizierst du mit externen Agenturen remote, wenn es zum Beispiel um Designs geht? 

Dafür haben wir super Tools. Bei Zoom haben wir die Möglichkeit mit externen Partnern zu telefonieren und mit Ihnen unseren Bildschirm zu teilen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Mauskontrolle zu teilen. Dann können alle, die in der Konferenz teilnehmen, ihre Ideen auf dem geteilten Bildschirm zeigen und Dinge sogar ändern. Man spart dadurch Anfahrtskosten und Reisezeit. Außerdem ist dieses System sehr nachhaltig! ?

Wie dürfen wir uns deinen Arbeitsalltag vorstellen? 

Ich baue mir selbst relativ schnell Morgenroutinen, weil ich das brauche und genieße.  Aber meine Morgenroutine in Deutschland sieht ganz anders aus als zum Beispiel auf Fuerteventura. Hier ein typischer Morgen auf Fuerteventura:  

Ich stelle mir keinen Wecker, ich wache auf, wenn ich ausgeschlafen bin. Meistens gegen 6.15/6.30 Uhr. Als Allererstes lasse ich meine Hunde raus und gebe ihnen Essen & Trinken. Wenn die versorgt sind, kommt das Wichtigste: Kaffee und ein gutes Frühstück, denn ohne geht bei mir nichts. ? Da ich ein Morgenmensch bin und mein Freund gerne kocht, kümmere ich mich um das Frühstück. Spätestens wenn der Orangensaftpresser läuft wacht er auf. ? 

Nach einem ausgiebigen Frühstück setzte ich mich an die Arbeit. Das ist meist gegen 7.30 Uhr. Ich begrüße meine Kollegen und Kolleginnen und mach mir erstmal einen Überblick: Was wird heute gebraucht? Was hat Priorität? Was möchte ich erledigen? Meist arbeite ich bis 10.30 Uhr. Dann gehe ich eine große Runde mit den Hunden spazieren. Danach widme ich mich wieder der Arbeit. 

Manchmal arbeite ich recht lange, manchmal kürzer. Das kommt immer darauf an, was zu tun ist, wie ich mich fühle und vor allem woran ich gerade arbeite. 

Was fasziniert dich an dem remote Leben? 

Das ich nun mein ganzes Leben wirklich selbstbestimmt leben kann! 

Was ist dein wichtigstes Equipment? 

Das Laptop & die Sonne ?

Wann stößt du im Alltag mit remote an Grenzen? 

Wenn man sich sehr für ein Thema, das Produkt und die Firma begeistert, die Arbeit einen packt und man immer sein Equipment dabei hat, muss man sich ab und an daran erinnern, dass auch unser remote Job “nur” ein Job ist und der Laptop am Wochenende ausbleiben kann. 

Gerade dann ist es wichtig auch andere coole Hobbies und ein gutes soziales Netzwerk zu haben. 

Wie sah dein Alltag vor einem remote Job aus und was hat sich durch ihn verändert? 

Ich habe vorher Vollzeit in einem großen Unternehmen in Berlin gearbeitet, welches das Wort Home-Office nicht kannte. Heute arbeite ich Teilzeit remote bei einem Start- Up. Dementsprechend hat sich für mich mein ganzer Alltag verändert.  

Früher bin ich 40 Minuten mit der Bahn oder dem Rad zur Arbeit gefahren und habe gegen 7.30 Uhr angefangen zu arbeiten. Ich hatte einen festen Arbeitsplatz und habe mir mit einer Kollegin das Büro geteilt.  Ich habe mich sehr gut mit ihr verstanden und wir sind auch heute noch befreundet. Pünktlich um 12.30 Uhr ging es mit der ganzen Abteilung in die Kantine. Die Abteilung war ziemlich cool und auch der Job war wirklich nicht schlecht. Trotzdem habe ich mich oft fremdbestimmt gefühlt und wollte mehr Freiheiten. Und damit meine ich Freiheiten mit Blick auf Aufgaben und Entscheidungen, aber eben auch mit Blick auf örtlicher und zeitlicher Flexibilität. 

Heute habe ich Zeit in Ruhe zu frühstücken, zum Sport zu gehen und Freunde zu treffen. Ich habe die Freiheit Entscheidungen von Anfang an mit zu treffen und meine Meinung und Ideen werden immer gehört. Und: ich arbeite wann und wo ich mich wohl fühle! ?

Welche Botschaft möchtest du einem remote Neuling mitgeben? 

Mein ganzes Interview hört sich toll an, und ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich meinen Traum lebe. Trotzdem erfordert ein remote Job mit extremer Unabhängigkeit und Freiheit auch extrem viel Disziplin und vor allem Struktur im Alltag- und Arbeitsleben. Ich glaube, dies sind die wichtigsten Dinge um in einem remote Job effizient zu arbeiten. 

Abgesehen von der fachlichen Seite gibt es auch noch eine soziale oder persönliche Seite. Ich spreche viel über Zoom und Slack mit meinen Kollegen und Kolleginnen, aber es bleiben virtuelle Kontakte. Für mich ist es wichtig jeden Tag vor die Tür zu gehen und mit Menschen weiterhin zu interagieren. Sei es der Supermarkt (hier auf Fuerteventura dauert ein Supermarkt-Besuch eine Stunde und ist meist mit einem Kaffee verbunden, weil man immer Jemanden trifft ?), ein Café oder das Fitnessstudio. Ich hätte nie gedacht, dass virtuelle Kontakte sich so real und echt anfühlen. Trotzdem empfehle ich, sich ein gutes soziales Netzwerk aufzubauen und tagtäglich einmal das Haus zu verlassen. 

Vielen Dank für das Interview Karolina! ?

 

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