B2B-Sales remote? Unser Thomas stellt sich vor

Thomas hat dem Leben in Deutschland komplett den Rücken gekehrt und ist seinem Herzen gefolgt: Er arbeitet und wohnt auf einer kleinen Insel in Norwegen und verwaltet von dort aus das Management unserer B2B Kunden. Im Interview gewährt er Einblicke in seinen norwegischen remote Alltag:

Thomas, seit wann bist du bei uns und warum hast du dich für einen remote Job entschieden? 

Ich bin seit dem 01.02.2019 bei SOLIDMIND.  

Seit September 2018 lebe ich in Norwegen. Dieser Schritt hat viel mit dem deutschen Arbeitssystem zu tun gehabt. Fest Strukturen, Hierarchien und unflexible Arbeitszeitmodelle. Ein remote Job ist meiner Meinung nach die richtige Kombination aus einer festen Arbeit und einer absoluten Freiheit. Ich bin nicht effektiv, wenn ich an Ort und Zeit gebunden bin und das habe ich vor allem mit dem Schritt aus meinem alten Job festgestellt.  

Wozu nutzt du die gewonnene Orts- und Zeitflexibilität für dich persönlich?  

Persönliche Entfaltung, Kreativität und Leben. Ich habe das Gefühl mehr vom Leben zu haben. Nicht eingeengt zu sein und mich freu bewegen zu können. Ich arbeite in Zeiten in denen ich effektiv bin und bin dadurch effizient und vor allem “bei der Sache”.  

Was sind deine Aufgaben bei uns?  

Ich bin im Team Marketing, habe aber mittlerweile den B2B – Sales Bereich von Tobi übernommen. Hier kümmere ich mich um alle B2B Anfragen bei Hempamed. Zusätzlich unterstütze ich das Marketing mit meiner langjährigen Erfahrung als Marketingmanager und übernehme die ein oder andere Designaufgabe.  

Wie dürfen wir uns deinen Arbeitsalltag vorstellen? 

Ich bin bei SOLIDMIND projektbasiert tätig. Mein Tag startet ziemlich routiniert, da ich von 8:00 – 15:30 Uhr in meinem “gewöhnlichen” Job in Norwegen arbeite. Danach gibt es, wie es hier in Norwegen üblich ist, “Middag”. Ein ausgiebiges Mittagessen mit Youtube, einem Buch oder Social Media (ich weiß, dass ich mich eigentlich aufs Essen konzentrieren sollte?). Wenn nicht gerade Sport ansteht, beginnt dann mein SOLIDMIND Tag.  

Zwischen 18 und 23 Uhr teile ich mir frei meine Workslots ein. Das kann mal 2 oder 3 Stunden am Stück sein, das können aber auch mal nur jeweils 20 min Slots sein, wenn ich mal nen schlechten Tag habe. Ich habe mir angewöhnt zuerst alle offenen Emails, Nachrichten (vor allem Slack) und Monday zu checken und ab zu arbeiten. Mit einem “sauberen” Postfach starte ich dann in meine eigenen Workcircles. Am Ende meines Arbeitstages fülle ich als Feierabend-Ritual ein Debriefing aus, bei dem ich meinen Workload beurteile und ein paar persönliche Gedanken zu Papier bringe.  

Meist geh ich zwischen 22 und 24 Uhr ins Bett. Ich habe mir angewöhnt min. 6, max. 8 Std. zu schlafen, dann bin ich bestens ausgeschlafen.  

Was ist dein wichtigstes Equipment? 

Abgesehen vom Laptop, das wohl hier DIE Antwort wäre … mein Lieblingsrucksack, der all die Sachen für mich trägt, die ich so brauche.  

Was fasziniert dich an dem remote Leben? 

Eine Arbeit zu haben, die sich nicht nach Arbeit anfühlt. Ich habe in keinem anderen Job bis jetzt so viel Freiheit gehabt, wie ich sie beim remote Job habe. Es gibt keinen “Chef”, der dich zwingt jeden Tag ins Büro zu kommen, obwohl du heute gerne einen Kaffee mehr bräuchtest und dafür lieber später arbeiten würdest. Oder du einfach gerade lieber nicht in Deutschland bist, weil du mal wieder frischen Meereswind um die Nase brauchst. Remote ist nicht Nicht-Arbeit, aber es fühlt sich einfach anders an, weil man die Freiheit hat das Umfeld um die Arbeit herum zu gestalten.  

Was mich aber am meisten fasziniert ist, die Effektivität und … dass es tatsächlich funktioniert und es leider die wenigsten machen/anbieten.  

Ein Fun Fact über Remote Work: 

Remote heißt nicht: Du sitzt am Strand mit dem Laptop auf dem Schoß und schlürfst Capi, während du 400.000 fancy Produkte über Instagram und Affiliate Kanäle aus China direkt nach Übersee und Europa verkaufst. ? Remote heißt tatsächlich Arbeit. Arbeit, die Spaß machen kann und dir die Freiheit gibt ortsunabhängig zu arbeiten und Geld zu verdienen. Und ja, dann ist man manchmal auch näher am Meer ?  

Was hat dich Remote Work gelehrt? 

Dass man sich selbst erstmal kennenlernen muss, bevor man seine Arbeit effektiv erledigen kann.  

Welche Botschaft möchtest du einem remote Neuling mitgeben? 

Wir sind alle unterschiedliche Menschen und daher arbeiten wir auch unterschiedlich. Remote ist nicht für Jedermann und es braucht auch eine Zeit sich dort einzufinden. Seine eigenen Strukturen zu finden und sich selbst kennen zu lernen. Remote heißt daher nicht “ab jetzt wird alles entspannter”, remote heißt vor allem sich selbst kennen zu lernen, sich zu strukturieren und dann erst die positiven Seiten zu genießen. ?

Vielen Dank für das Interview Thomas! ?

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